
1. Überprüfen Sie die drei Rettungssysteme an Bord
Bevor Sie das erste Mal in See stechen, sollten Sie folgende Dinge prüfen, um böse Überraschungen zu vermeiden:
- Bergeschlaufe/Rettungsring überprüfen
- Rumpf auf Schäden prüfen
- Prüfen Sie die Leinen
- Ist alles richtig eingerollt und - ganzwichtig - ist das Ende der Leine mit dem Schiff verbunden?
- Ist der Schwimmer intakt oder verwittert?

2. Rettungsleinen prüfen
Überprüfen Sie das Tauwerk und das Schienensystem sorgfältig: Entfernen Sie Verdrehungen und kleine Knoten, kontrollieren Sie das Material auf Brüche oder Scheuerstellen, und testen Sie die Beweglichkeit sowie die Schließung des Pickerls. Achten Sie auf den festen Sitz der Führung und ziehen Sie die Schrauben am Schienendraht nach, um eine sichere Funktion zu gewährleisten.

3. Kontrolle der Pyrotechnischen Rettungsmittel
Überprüfen Sie unbedingt das Verfallsdatum Ihrer pyrotechnischen Rettungsmittel, da ihre Funktion sonst nicht garantiert ist. Im schlimmsten Fall könnte eine Signalrakete gar nicht zünden oder der Fallschirm sich nicht öffnen. Dann fällt das Signal zu schnell und das Licht ist zu kurz sichtbar, um Retter zu alarmieren. Für optimale Sichtbarkeit sollten Signalraketen etwa 40 Sekunden brennen und rund 350 Meter hoch steigen.
Tipp: Im Seenotfall immer zwei Signale kurz hintereinander abfeuern, dann einige Minuten pausieren und erneut zwei Signale kurz hintereinander einsetzen.

4. Elektronische Sicherheitsausrüstung überprüfen
Bei elektronischen Signalgebern wie AIS MOB, EPIRB oder batteriebetriebenen Handfackeln sollten Sie unbedingt den Austauschzyklus der Stromquelle überprüfen. LED-Handfackeln bieten dabei besondere Vorteile: Die kleinen Laser-LEDs im Leuchtkopf rotieren unregelmäßig, was die Sichtbarkeit deutlich erhöht. Sie sind salzwasserbeständig, wasserdicht und schwimmfähig, sodass der Lampenkopf stets oberhalb der Wasseroberfläche bleibt. Zudem entsteht keine störende Rauchentwicklung.
